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Großes Interesse an Rettungswache
 
 

 


 

Das DRK und die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck zeigten die Rettung einer Person aus einem Unfallauto. Im Hintergrund die neue Rettungswache.
 

 

 
Havixbeck. Der erste „Tag der offenen Tür“ in der Rettungswache Havixbeck wurde von zahlreichen Familien zum informativen Ausflug genutzt. „Für diese Wache sind öffentliche Gelder geflossen – so sollen die Bürger auch das Funktionieren der neuen Rettungswache erklärt bekommen“, erklärte Bürgermeister Klaus Gottschling. Seit diesem Jahr betreibt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Rettungsdienst in Havixbeck. Rund um die Uhr sind zwei Rettungsassistenten vor Ort bereit, um auf Notrufe der Einsatzleitstelle in Coesfeld zu reagieren.

Am Sonntag wurde ein Einsatzleitwagen vorgeführt, der aufzeigte, wie hochmoderne Technik im Einsatz mithilft, Menschenleben zu retten. In einem Versorgungszelt, an einem Notarztwagen und dem in Havixbeck stationierten Rettungswagen gaben die DRK-Mitarbeiter Einblick in ihr spezielles Aufgabengebiet.
Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Demonstration eines Rettungseinsatzes. Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit einer verletzten Person. „In diesem Fall ist eine reibungslose Zusammenarbeit von Rettungsdienst und technischer Rettung durch die Feuerwehr lebenswichtig“, erläuterte Kreisrotkreuzleiter Lars Boß, der die Demonstration zusammen mit Löschzugführer Christian Menke moderierte.

Das oberste Ziel sei dabei die patientenorientierte Rettung. Nach Eintreffen der Einsatzfahrzeuge wird zuerst für den Rettungsdienst ein Zugang zum Patienten hergestellt. In diesem Fall wurde die Fahrertür mit einer Schere und einem Spreitzer herausgetrennt. So konnte eine Erstversorgung der verletzten Fahrerin erfolgen. Die Frontscheibe wurde herausgenommen, die Säulen durchtrennt und das ganze Dach in einem Stück abgenommen. Der Fahrerin wurde ein „Brustpanzer“ zum Stabilisieren angelegt, so dass sie ohne eigene Bewegung aus dem Unfallfahrzeug herausgezogen werden konnte. Insgesamt kann so eine Rettungsaktion bis zu 45 Minuten dauern.

Hand in Hand arbeiten das DRK und die Feuerwehr bei einem Unfall. Fotos: Jürgen Schädrich
 

 

 
 

 

 
Lob für „großartiges Engagement“
 
 

 
Klaus Gottschling beglückwünscht Tina Weßeling als neue Rotkreuzleiterin. Mit dabei (v. l.): der neue Kassierer Carsten Fischer, sein Vornger Georg Pollmann, Neumitglied Rhea Brintrup, Lutz-Dieter Huchstedt (stellvertretender Rotkreuzleiter) und Markus Schulte (Rotkreuzleiter für Havixbeck). (Foto: Dieter Klein)
 

 

 
Havixbeck - Die Jahresversammlung der örtlichen DRK-Gruppe im Hotel Beumer spiegelte ein überzeugendes Bild ehrenamtlicher Tätigkeit. In den vier Jahren seines Bestehens hat die 16-köpfige aktive Gemeinschaft schon tolle Arbeit hingelegt.

So addierte Rotkreuzleiter Markus Schulte in seiner Jahresbilanz 2007 insgesamt 51 Sanitätsdienste mit 154 Hilfeleistungen in und außerhalb Havixbecks. Die Gesamstundenzahl beträgt danach mit allen Dienststunden 4837, rechnen die Rotkreuzler sämtliche Aus-, Fort- und Weiterbildungstermine mit. Hierzu zählen auch die jeweils 160 Stunden Ausbildungszeit an der DRK-Rettungsschule in Münster, an der Antonia Böcker, Jens Hegmann, Carina Hille, Ole Neblung, Anne Schürmann sowie Jennifer und Domenic Nauendorff erfolgreich teilgenommen haben.

DRK-Vorsitzender Klaus Gottschling lobte das „großartige Engagement“ seiner Vereinskollegen. „Ihre Leistungen dürfen nicht als selbstverständlich eingestuft werden. Sie opfern Ihre Freizeit, was der ganzen Gemeinde Havixbeck zugute kommt.“

Auch finanziell steht der Ortsverein auf sicheren Füßen. Nicht zuletzt ein Verdienst des scheidenden Schatzmeisters Georg Pollmann, der sein Amt am Mittwochabend in die Hände seines Nachfolgers bei der Sparkasse, Carsten Fischer, übertrug. Erwartungsgemäß bestätigte die Versammlung den neuen Schatzmeister einstimmig.

Lediglich Guntram Büscher, als stellvertretender Vorsitzender für die Blutspende-Aktionen zuständig, klagte über „deutliche Rückgänge an Spendern“. Mit gezielten Werbemaßnahmen will das DRK, auch überörtlich, dagegenhalten.

Erfreulich dagegen der Bericht aus dem DRK-Kindergarten „Janusz Korczak“. Leiterin Jutta Paul erläuterte, dass eine kürzlich durchgeführte Prüfung, deren schriftliche positive Bewertung man aus Berlin erwarte, dem Kindergarten am Schlautbach in seiner Gesamtkonzeption den Titel „Familienzentrum“ bestätige – was eine monatliche Bezuschussung von Seiten des Landes NRW bedeute. Jutta Paul erinnerte an die erfolgreichen Bemühungen des Teams um die Babysitter-Ausbildung, die Tageseltern-Kartei, die Elternabende zu Erziehungsfragen, die Eltern-und-Kind-Turngruppe, die musikalische Früherziehung und die Bürgerkurse. Zusätzlich installiert man im Kindergarten derzeit ein Informations-Zentrum, dass es allen Havixbecker Eltern erlaubt, mittels Fragebögen sich auch anonym beraten zu lassen.

Weitere Informationen bietet der DRK-Kindergarten unter dem Stichwort „Familienzentrum“ unter 0 25 07/ 57 25 17 und oder per E-Mail: kindergarten@drk-havixbeck.de

Das positive Gesamtbild der unterstrich Rotkreuzleiter Markus Schulte, indem er Tina Weßeling als neue Rotkreuzleiterin an seiner Seite vorschlug. Dem folgte die Versammlung ebenso einstimmig wie der Ehrung von Lars Boß für dessen Verdienste um die Aus- und Fortbildung des ehrenamtlichen Personals. Bliebe noch der Neuzugang von Rhea Brintrup zu erwähnen, der mit viel Beifall den Abend beschloss.